Karpaltunnelsyndrom: Offene und endoskopische Technik gleichwertig

Sollte ein Karpaltunnelsyndrom mittels offener oder endoskopischer Operationstechnik behandelt werden? Dieser Frage gingen Seyit Ali Gümüstas und Kollegen der Adiyaman-Universität, Türkei, nach. In ihrer prospektiven randomisierten Studie untersuchten sie die klinischen und elektrophysiologischen Ergebnisse nach beiden Behandlungsverfahren.

An der Studie nahmen 41 Patienten mit Karpaltunnelsyndrom teil. Die Chirurgen operierten 21 Hände endoskopisch und 20 Hände mit der offenen Methode. Vor und nach der Operation wurden die Patienten mithilfe des Boston Questionnaires befragt. Außerdem dokumentierten die Chirurgen die Funktionwischen beiden Gruppen fanden sich hierbei keine signifikanten Unterschiede. Auch die elektromyographisch gemessenen Verbesserungen (Erhöhung der sensorischen Leitungsgeschwindigkeit und Verkürzung der distal-motorischen Latenz des Nervus medianus) ergaben in beiden Gruppen keine Unterschiede.

Die Autoren konnten in dieser Studiesfähigkeit und Symptomschwere. Sowohl vor der Operation als auch im postoperativen sechsten Monat wurden die Patienten körperlich untersucht.


Die demographischen und präoperativen symptomatischen und funktionellen Scores gemäß Boston-Questionnaire waren in beiden Gruppen vergleichbar.
 

Sowohl die Symptome als auch die Funktion verbesserten sich gemessen am Boston-Score signifikant in beiden Gruppen. Z nachweisen, dass es nach beiden Operationstechniken zu vergleichbaren klinischen und elektrophysiologischen Verbesserungen beim Karpaltunnelsyndrom kommt.

Quelle: Seyit Ali Gümüştaş et al.: "Similar effectiveness of the open versus endoscopic technique for carpal tunnel syndrome: a prospective randomized trial", European Journal of Orthopaedic Surgery & Traumatology. August 2015.

Weitere Meldungen Weitere Meldungen

Atracurium erleichtert Maskenbeatmung

Sedierung und Muskelentspannung der Kieferpartie könnten sich auf mögliche Komplikationen aufgrund einer Larynxmaske (LMA) auswirken, sagen iranische Forscher. In der vorliegenden Studie wurde die...

Frühmobilisierung nach Krebsoperation verbessert Funktion

Größere bauchchirurgische Eingriffe aufgrund einer Tumorerkrankung sind mit einem postoperativen Verlust der funktionellen Kapazität eines Patienten assoziiert, der „erheblich“ sein kann, warnen......

Kritik an Cochrane

Cochrane Reviews sind international anerkannte Arbeiten. In den Bereichen der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin ist die Qualität der Evidenz allerdings nur selten als „hoch“ einzustufen,......

Dexamethason verlangsamt kognitiven Abfall nach Herzchirurgie

Der postoperative Abfall kognitiver Fähigkeiten (POCD) ist eine häufige Komplikation nach herzchirurgischen Eingriffen, erinnern kroatische Forscher des Universitätskrankenhauses Split. In der......

Webcontent-Anzeige Webcontent-Anzeige

Dräger LowFlow Kompendium

Mehr Informationen zur LowFlow Anästhesie finden Sie im neuen LowFlow Kompendium.
Zum LowFlow Kompendium

Webcontent-Anzeige Webcontent-Anzeige

Dräger Mini-Handbuch Beatmung

Beatmungsmodi und Funktionen kurz erklärt: Das Mini-Handbuch von Dräger als kostenloses E-Book.
Zum kostenlosen E-Book

Webcontent-Anzeige Webcontent-Anzeige

Risikoprävention in der Infusionstherapie

Auch in der Infusionstherapie gibt es Risiken für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal.
Jetzt informieren