Komplikationen nach Kraniotomie – und wie man sie vermeidet

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Wie lassen sich die häufigsten Komplikationen nach Kraniotomie am besten verhindern? Wie sieht das optimale Management aufgetretener Komplikationen aus? Ein Forscherteam aus Anästhesisten und Intensivmedizinern der Universität Rom La Sapienza berichtet über die neueste Evidenz zu diesem Thema:

  • Die neusten Leitlinien unterstützen die kombinierte Thromboprophylaxe mit mechanischen und medikamentösen Modalitäten, vorzugsweise innerhalb von 24 Stunden nach der Kraniotomie einzusetzen. 

  • Die häufigsten Komplikationen der ersten postoperativen 24 Stunden sind postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV) sowie Schmerzen. 

  • Bezüglich der PONV-Prophylaxe wurden jüngst Neurokinin Typ-1 Rezeptorantagonisten als adjuvante Therapie untersucht, mit durchaus vielversprechenden Ergebnissen.

  • Im Bereich des postoperativen Schmerzmanagements scheinen Dexmedetomidin und Gabapentinoide vielversprechende Alternativen zu sein. 

  • In Bezug auf die Krampfprophylaxe nach Kraniotomie fehlt den untersuchten Studien die ausreichende wissenschaftliche Qualität, dieser Punkt bleibt also weiterhin ein Diskussionsthema.

  • Und: Immer mehr Evidenz tritt zutage, dass Levetiracetam in Bezug auf Effektivität und Sicherheit anderen, älteren Antiepileptika überlegen ist. 

Quelle: Tsaousi, Georgia G. et al.: "Prophylaxis of postoperative complications after craniotomy", Current Opinion in Anesthesiology: October 2017 - Volume 30 - Issue 5 - p 534–539, doi: 10.1097/ACO.0000000000000493.

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