Ultraschall der Zwerchfellfunktion während des spontanen Atmungsversuchs

Foto: iStock,com/Bogdanhoda
Nach einer mechanischen Beatmung muss klinisch geprüft werden, ob der Patient wieder eine ausreichende Spontanatmung aufweist. Hierzu existieren zahlreiche Untersuchungsmethoden, deren prädiktive Aussagekraft allerdings häufig wenig zufriedenstellend ist. Die vorliegende Studie untersucht die seriellen Zwerchfellveränderungen mittels Ultraschall und deren prädiktive Aussagekraft bezüglich der Spontanventilation nach mechanischer Beatmungstherapie.
 
Die prospektive Untersuchungsstudie wird in einer zehn Betten umfassenden Notfall-Intensivstation einer Universitätsklinik zwischen November 2016 und Dezember 2017 durchgeführt. Geeignet sind Patienten, die mindestens 48 Stunden via Endotrachealtubus mechanisch beatmet werden/wurden und zur Spontanatmung befähigt sind. 
Folgende Werte werden bei der klinischen Beatmung  verwendet:
 
  • PEEP: 5 cm/H2O
  • FiO2: < 0,5 
  • SpO2: > 90 %
Während der beginnenden Spontanatmung atmen die Patienten durch einen Ventilatorkreislauf bei einem PEEP von 5 cm/H2O. Der FiO2 wird dabei auf denselben Wert eingestellt, wie vor den spontanen Atmungsmanövern. Für den Fall, dass die Patienten diesen Versuch nicht vertragen, und sich keine adäquate Spontanatmung einstellt, werden alle Beatmungsmodi auf die Ausgangswerte gestellt. Kommt es in dem zweistündigen Versuch zu einer ausreichenden spontanen Ventilation, erfolgt die Extubation.
 
Die Intensität der Spontanatmung wird mittels Ultraschallbildern in definierten Zeitabständen von 5, 30, 60, 90 und 120 registriert. Relevante Messgrößen sind dabei:
 
  • Die zweiseitige Membranverdickungsfraktion
  • Die rechte Zwerchfellauslenkung 
     
Da der Untersuchungszeitraum noch bis Dezember 2017 reicht, ist noch keine abschließende Beurteilung möglich. 
 
Quelle: Pengmin Zhou et al.: "The predictive value of serial changes in diaphragm function during the spontaneous breathing trial for weaning outcome: a study protocol", BMJ Open, 2017 Jun 23;7(6):e015043, doi: 10.1136/bmjopen-2016-015043.

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